Die Krankenversicherung – GKV und PKV
Geschrieben von: Daniel   

Die meisten Menschen sind in einer Gesetzlichen Krankenkassenversicherung, GKV, denn diese greift automatisch, wenn man ins Berufsleben eintritt. Viele, die die Einkommensgrenzen erreicht haben und sich eine besseren Behandlung wünschen, denken über eine Private Krankenversicherung, PKV, nach, um zusätzliche oder bessere Leistungen beziehen zu können. Egal, welche Versicherung man nutzt, bezahlen muss man auf jeden Fall dafür. Seit Anfang 2011 muss jeder Arbeitnehmer der in der GKV versichert ist, 15,5 Prozent seines Bruttolohnes dafür aufwenden. Für Menschen, die in die PKV wechseln möchten, ist der Übergang mit Jahresbeginn leichter geworden. Sie können bei einem Jahreseinkommen von über 50.000 Euro in die private Krankenversicherung eintreten. Vorher musste man für einen Wechsel diese Grenze in drei aufeinander folgenden Jahren überschreiten. Aber welche Vorteile ergeben sich für denjenigen, der in die Private geht gegenüber dem, der in der Gesetzlichen bleibt? Zuerst muss man beim Arzt nicht so lange warten wie die anderen. Und bei bestimmten Krankheiten übernehmen die Privaten die Kosten, die von den gesetzlichen Kassen verweigert werden. Das trifft vor allem auf homöopathische Anwendungen zu oder greift beim Zahnersatz, den die Privaten oft mit einem höheren Zuschuss bedenken. Und welche Nachteile bleiben dann? Die Privatversicherten müssen zunehmend höhere Beiträge bezahlen als die die breite Masse. Beitragserhöhungen bleiben nicht aus, wenn immer mehr alte Menschen diese Art der Versicherung nutzen und die Jungen nicht nachrücken. Ein einfacher Wechsel von Kasse zu Kasse ist hier nicht so einfach möglich, denn man verliert so die Alterungsrückstellungen. Und muss sich einer Gesundheitsüberprüfung unterziehen, die dann zur Folge haben kann, dass die Tarife nicht mehr so günstig sind wie vorher.